Das Wichtigste in Kürze
Was genau ist ein eingelassener Whirlpool?
Ein eingelassener Whirlpool ist, vereinfacht gesagt, ein Outdoor-Whirlpool, der im Boden versenkt wird. Man unterscheidet dabei zwischen teilversenkten und vollversenkten Modellen (auch „bodengleich“ genannt). Während ein klassischer Aufstell-Whirlpool komplett oberirdisch steht, schließt ein voll eingelassener Whirlpool oben eben mit der Terrassen- oder Gartenoberfläche ab. Teilversenkte Whirlpools ragen noch ein Stück aus dem Boden heraus.
Varianten im Vergleich – welche Bauart passt zu Ihnen?
Sie haben grundsätzlich drei Möglichkeiten, wie Sie Ihren Außenwhirlpool platzieren können: freistehend (aufgestellt), teilversenkt oder vollversenkt. Je nach Budget, gestalterischem Anspruch und praktischen Überlegungen hat jede Bauart ihre Vor- und Nachteile. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick zu den wichtigsten Kriterien:
| Kriterium | Freistehender Whirlpool (Aufstellgerät) | Teilversenkter Whirlpool | Vollversenkter Whirlpool |
|---|---|---|---|
| Optik | Sichtbar als eigenständiges Becken, ragt ca. 80–90 cm über dem Boden. Kann klobig wirken, aber Verkleidungen helfen. | Dezenter, ragt nur teilweise heraus. Fügt sich harmonischer ein, weniger dominant im Gartenbild. | Sehr elegant und unauffällig, da bündig mit dem Boden. Whirlpool wird zum nahtlosen Teil der Terrasse/Gartenlandschaft. |
| Kosten | Günstigste Lösung: kein Aushub, kein extra Bauaufwand. Nur Kosten für Whirlpool und Unterbau. | Moderater Mehraufwand: teilweise Erdarbeiten und ggf. Stützwände/Schächte, dadurch zusätzliche Kosten (einige Tausend Euro). | Teuerste Variante: Aushub, Betonfundament, Drainage, Verkleidung – hohe einmalige Investitionskosten für Bau und Installation. |
| Aufwand | Minimaler Installationsaufwand: aufstellen, anschließen, fertig. Standortwechsel später relativ einfach möglich. | Mittlerer Aufwand: Erdaushub für Teilversenkung, Bau einer Grube mit Zugang auf einer Seite. Installation erfordert Planung, aber weniger umfangreich als Vollversenkung. | Höchster Aufwand: umfangreiche Bauarbeiten, genaue Planung nötig (Fundament, Schächte, etc.). Einmal installiert, kaum verschiebbar ohne großen Aufwand. |
| Flexibilität | Sehr flexibel: kann bei Bedarf versetzt oder mitgenommen werden (z.B. bei Umzug). Auf- und Abbau ohne Bauarbeiten. | Eingeschränkt flexibel: teilweise fest integriert. Versetzen wäre aufwendig, aber prinzipiell möglich, wenn Grube wieder verfüllt wird. | Dauerhafte Lösung: Standort fixiert. Ein späterer Ausbau oder Umzug ist nur mit erheblichem baulichem Aufwand machbar. |
| Technikzugang | Optimaler Zugang: Seitenteile abnehmbar, alle Komponenten leicht erreichbar zur Wartung. | Eingeschränkter Zugang: mind. eine Seite (mit Technik) bleibt frei oder via Wartungsklappe erreichbar. Wartungsschacht muss mitgeplant werden. | Erschwerter Zugang: erfordert umlaufenden Service-Schacht oder Zugangsöffnungen. Ohne ausreichend Platz können Reparaturen sehr aufwendig werden (ggf. Whirlpool ausbauen). |
Alternativen zum eingelassenen Whirlpool
Nicht für jeden kommt der aufwändige Einbau eines Whirlpools in den Boden infrage. Vielleicht scheuen Sie die Erdarbeiten oder suchen nach einer flexibleren Lösung. In diesem Fall lohnt ein Blick auf Softub Whirlpools als Alternative.
Softub Whirlpools als flexible Premium-Alternative
Ein Softub ist ein spezieller mobiler Whirlpool, der besonders leicht und energieeffizient ist. Im Gegensatz zu klassischen festinstallierten Außenwhirlpools benötigen Softubs keinen festen Unterbau und keinen Starkstromanschluss. Sie können praktisch überall aufgestellt werden – im Garten, auf der Terrasse oder sogar innen – und bei Bedarf den Standort wechseln.
Was unterscheidet Softub von klassischen Whirlpools? Softub-Becken bestehen aus einem weichen, hochisolierenden Schaumstoff-Material mit Vinyl-Ummantelung statt aus einer schweren Acrylwanne. Die Technik (Pumpe/Heizung) ist in einer separaten, kompakten Einheit untergebracht, die einfach an das runde Becken gekoppelt wird. Dadurch wiegt ein Softub-Whirlpool leer oft nur um die 40–80 kg und lässt sich hochkant gerollt transportieren. Zum Vergleich: Ein herkömmlicher Outdoor-Whirlpool kann leer mehrere hundert Kilogramm wiegen.
Neugierig geworden? Schauen Sie sich unsere Softub Whirlpools Produktübersicht an, um die verschiedenen Modelle und Ausstattungen kennenzulernen.
Für wen eignet sich welche Lösung?
Ob ein fest eingelassener Whirlpool oder ein Softub besser passt, hängt von Ihren individuellen Voraussetzungen und Wünschen ab. Hier einige Anhaltspunkte:
Planung Ihres eingelassenen Whirlpools – Schritt für Schritt
Ist die Entscheidung für einen eingebauten Whirlpool gefallen, geht es an die Planung. Ein eingelassener Whirlpool ist ein Bauprojekt, das gut durchdacht sein will. Im Folgenden die wichtigsten Schritte von der Idee bis zum fertigen Spa im Boden:
Kosten & Budgetplanung – was kostet ein eingelassener Whirlpool?
Die Kosten für ein solches Projekt setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Damit Sie keine Überraschungen erleben, sollten Sie frühzeitig eine Budgetplanung machen. Einen optimalen Überblick gibt es in unserem Artikel über die Kosten & Budgetplanung.
Wartung, Pflege & Betrieb eines eingelassenen Whirlpools
Ist der Whirlpool erst eingebaut, stellen sich im Alltag einige Fragen zur Pflege und Nutzung. Ein eingelassener Whirlpool unterscheidet sich im Betrieb kaum von einem freistehenden – doch ein paar Besonderheiten gibt es:
Besonderheiten beim eingelassenen Einbau
Sicherheit & Genehmigungen
Bevor Sie den Bagger ansetzen, sollten noch rechtliche und Sicherheitsaspekte geklärt sein:
Rechtliche Anforderungen in Deutschland
Die gute Nachricht: Eine Baugenehmigung ist für einen üblichen Whirlpool im Garten in den meisten Fällen nicht erforderlich. In vielen Bundesländern gelten Aufstellpools und Whirlpools bis zu einem bestimmten Volumen (z.B. 50 m³ Wasserinhalt, weit mehr als ein Whirlpool fasst) als genehmigungsfrei. Dennoch ist es ratsam, vorab beim örtlichen Bauamt nachzufragen oder einen Blick in die Landesbauordnung zu werfen, um sicherzugehen.
FAQ
Die Tiefe richtet sich nach der Höhe des Whirlpools und der notwendigen Fundamentstärke. Ein typischer Outdoor-Whirlpool ist 70 bis 90 cm hoch. Plus Fundament (z.B. 10–15 cm) bedeutet, dass die Baugrube etwa 80–100 cm tief sein sollte, wenn Sie ihn komplett versenken möchten. Denken Sie daran, etwas Puffer für Kiesbett und Drainage zu lassen. Bei teilversenktem Einbau entsprechend weniger – Sie können z.B. nur 40 cm eingraben, sodass der Rest oberirdisch bleibt.
Im Prinzip lässt sich fast jedes Whirlpool-Modell einlassen, aber es gibt Ausnahmen. Whirlpools mit Holzverkleidung sind zum Beispiel weniger geeignet, da das Holz in einem feuchten Schacht schneller altern oder verrotten würde. Ideal sind Modelle mit wetterfester Kunststoffverkleidung oder solche, die vom Hersteller ausdrücklich als Einbau-Variante angeboten werden. Wichtig ist, dass Sie beim Versenken für Belüftung und Zugang sorgen, sonst riskieren Sie technische Probleme. Im Zweifel fragen Sie beim Hersteller nach, ob das gewählte Modell sich für einen versenkten Einbau eignet.
Die Gesamtkosten können stark variieren. Ein einfaches Projekt in Eigenregie könnte vielleicht ab 10.000 € machbar sein (inklusive Whirlpool). Realistischer für eine gute Lösung sind 15.000–20.000 € einzuplanen. Nach oben gibt es nahezu keine Grenze – luxuriöse Einbauten können 30.000 € und mehr verschlingen. Eine detaillierte Aufschlüsselung finden Sie in unserem Artikel über Whirlpool Kosten. Wichtig ist, alle Posten einzurechnen: Whirlpool, Bauarbeiten, Anschluss, Zubehör und laufende Betriebskosten.
Sie benötigen einen Platz mit ausreichend Fläche und tragfähigem Boden. Strom sollte in der Nähe verfügbar sein (oder verlegbar). Zudem sollten Sie die Erlaubnis haben zu graben (Eigentümer des Grundstücks sein oder Vermieter fragen). Ihr Garten sollte erreichbar für Materialanlieferung sein – Betonmischer, Bagger oder wenigstens der Abtransport des Aushubs müssen logistisch möglich sein. Ansonsten vor allem: Lust auf ein Bauprojekt und die Bereitschaft, Ihren Garten vorübergehend in eine Baustelle zu verwandeln. Wenn Sie diese Voraussetzungen mitbringen, steht dem Projekt nichts im Weg!
Der Schlüssel liegt in einer guten Drainage. Legen Sie unter den Whirlpool ein Gefälle und Kiesschicht an und installieren Sie einen Ablauf (Drainagerohr oder Pumpensumpf). Kontrollieren Sie diesen regelmäßig auf Verstopfung. Außerdem sollten die Ränder um den Whirlpool herum abgedichtet oder so gestaltet sein, dass Oberflächenwasser gar nicht erst in den Schacht gelangt (z.B. mit Silikonfugen zwischen Whirlpoolrand und Deckmaterial, Ablaufrinnen an den Terrassenplatten). Im Zweifel: besser ein Übermaß an Entwässerung einplanen als zu wenig.
Das hängt von vielen Faktoren ab. Rein die Montage (Grube ausheben, Betonieren, Whirlpool einsetzen und anschließen) kann – bei professioneller Durchführung – in etwa einer Woche erledigt sein, plus die Wartezeit zum Abbinden des Betons. Rechnet man Planung, Angebotseinholung und eventuelle behördliche Klärungen hinzu, vergehen aber leicht ein paar Wochen bis wenige Monate, bis alles fertig ist. Wenn Sie selbst bauen und nur am Wochenende Zeit haben, kann es entsprechend länger dauern. Wichtig ist, nichts zu übereilen: Geben Sie dem Beton Zeit, machen Sie gründliche Tests – dann haben Sie an Ihrem Whirlpool jahrelang Freude.
Sie brauchen einen geeigneten Stromanschluss, meistens einen 16 A Kraftstromanschluss (400 V, dreiphasig) mit eigenem Sicherungsautomaten und FI-Schalter. Dieser sollte vom Hausverteiler getrennt abgesichert sein. Kleinere Whirlpools kommen mit 230 V aus – aber auch hier wird eine dedizierte 16 A Leitung empfohlen, um andere Verbraucher nicht mit dranzuhängen. In jedem Fall sollten die Leitungen vom Elektriker verlegt und angeschlossen werden. Er stellt sicher, dass alle Komponenten spritzwassergeschützt und korrekt geerdet sind. Zusätzlich können Sie eine Außensteckdose in Whirlpool-Nähe einplanen, die z.B. für Wartungsgeräte oder Beleuchtung genutzt werden kann.
Grundsätzlich ja, das ist möglich – aber es erfordert zusätzliche Planung. Wenn es sich um eine Dachterrasse oder eine Terrasse mit Hohlraum darunter handelt, muss ein Statiker bestätigen, dass die Konstruktion das Gewicht trägt. Oftmals wird ein Stahlträgergerüst oder eine Verstärkung eingebaut, um den Whirlpool aufzunehmen. Bei Holzdielen-Terrassen kann man einen Whirlpool durch Aussparung ins Deck integrieren: Die Unterkonstruktion wird dann so modifiziert, dass der Whirlpool auf einem tragfähigen Balkenrost oder einer Plattform steht, während die Dielen rundherum verlaufen. Wichtig ist auch hier: Zugang zur Technik gewährleisten (z.B. über seitliche Klappen im Terrassenboden). Weitere Tipps und Anforderungen finden Sie in unserem speziellen Artikel zum Thema Whirlpool auf der Dachterrasse.